
Lauschen und balancieren, auf Sand bauen und sich verstecken – der Spielplatz am Waldesrand beim Restaurant «Alter Bären» (311) lädt Kinder aller Altersstufen zum heiteren Verweilen ein. Auf dem Baumwipfellehrpfad sieht man die Welt von oben und saust in rasantem Tempo die Rutsche runter.

Schwer sind die einzelnen Biberschwanzziegel, doch halten sie ein Dach über viele Jahre dicht. Lege selber Hand an und decke unsere Häuschen neu. Teste mit der Spritzkanne, ob dein Dach dicht ist.

Mach mit: Ziegeln in der Ziegelei aus Péry BE (141). Während der Saison können Sie dem Handwerker nicht nur zusehen, sondern selber einen Ziegel für ein Ballenberger Dach formen.

Hier darf nicht nur berührt, sondern auch aktiv mitgemacht werden, das ganze Haus steht zum Entdecken offen. Je nach Tag können Sie unter fachkundiger Anleitung Strohflechten, Werken oder gar Sackdrucken.

Eigenes Brot zu backen war in früheren Zeiten von grösster Wichtigkeit, um die Ernährung zu sichern. Die Bäuerinnen backten ihr Brot in den Backhäusern, die oft im Besitz der Gemeinde waren. In der Backstube im Stöckli aus Detligen/Radelfingen (333) heizen die Bäckerinnen und Bäcker des Museums jeden Tag frühmorgens den Holzofen ein.

Es gibt viel zu tun im Käsespeicher. Packen Sie mit an und lagern Sie die Käselaibe um. Unsere kleinen Gäste können mit dem Räf eine «Wedele» auf dem Rücken transportieren. Kleider, wie man sie vor 100 Jahren getragen hat, laden zum Anprobieren ein.

Es brennt! Beim Brandboden können Sie Feuerwehr spielen. Wenn der Eimer mit Wasser gefüllt ist, wird die Handspritze zur Hilfe genommen. Mit aller Kraft soll genug Wasser gepumpt werden, um das Feuer zu löschen. Der Brand ist erst besiegt, wenn das Glöckchen klingelt.

Welche Präzision und Fingerfertigkeit beim Schindelmachen gefragt ist, wird auf dem Brandboden gezeigt, wenn die Schindelmacher des Museums am Werk sind.

Genau hier, im Haus von Tentlingen, haben Frauen und Kinder in Heimarbeit Stroh gezwirnt. Eine feine Arbeit, die geschickte Hände erfordert. 100 verzwirnte Schnüre tauschte man gegen ein Brot: Ein karger, aber willkommener Lohn für Bergbewohner:innen, die im Winter kein anderes Einkommen hatten.

Nähen mit der Maschine ganz ohne Strom, geht das? Kommen Sie und versuchen Sie es im Weinbauernhaus aus Richterswil ZH (611).
Heimarbeit war als Zusatzverdienst für grosse Teile der Landbevölkerung überlebenswichtig. Einzelne Familienmitglieder oder die ganze Familie arbeiteten als Spinner, Weber, Sticker oder Näherinnen in Heimarbeit oder später in der Fabrik. Man arbeitete für einen Unternehmer, der das Material lieferte und die fertigen Produkte wieder abholte: zum Beispiel wurden Schürzen oder Hemden fertig genäht. Wie das geht, kann man im Weinbauernhaus aus Richterswil sehen und ausprobieren.

Im Untergeschoss des Kornspeichers Wellhausen (622) verweilen Sie mit den Spielsachen Ihrer Vorfahren. Sie können Stelzen laufen, Steckenpferd reiten, Kinderbücher anschauen, Bauklötze auftürmen, Stoffpuppen kleiden und Ringe werfen - wer kennt die alten Spiele noch und hat Lust, sie auszuprobieren?

In diesem Haus fühlen sich auch Fledermäuse wohl. Beobachten Sie durch die Webcam die Schlafstube einer Kolonie und lernen Sie die Eigenarten der nachtaktiven Tiere kennen. Kinder wechseln spielerisch die Perspektive und finden heraus, wie eine Fledermaus die Welt sieht.

Wie spinnt sich der Maulbeerspinner in den kostbaren Seidenkokon ein? Erfahren Sie, wie mit dem hauchdünnen Seidenfaden, der bis zu drei Kilometer lang ist, ein Kokon entsteht.

Die Hobbywerkstatt im Wohnhaus aus Matten BE (1021) lädt zum Selbermachen ein.
Mit dem Handhobel bearbeiten Sie Holzoberflächen, Fugen und Kanten. An der Werkbank kann dieses Werkzeug ausprobiert und der Span mitgenommen werden. Gefundene, übrig gebliebene und zur Wiederverwertung gesammelte Materialien liegen ebenfalls zum kreativen Werken bereit.

Im Haus aus Unterseen BE (1051) befindet sich eine kleine Töpferei, wie man sie früher in den Dörfern angetroffen hat. Vom Drehen an der Scheibe über das Vorbrennen (Schrühbrand) und den Glasurbrand bis zum Bemalen mit Engobe sind im Ballenberg viele Arbeitsschritte zu sehen. Die Töpferwaren können auch in der Töpferei selber gekauft werden.

Ein regelmässiges, leicht klingendes Hämmern ist schon von weitem zu hören, wenn man sich der Schmiede aus Bümpliz BE (1052) nähert. Oft finden in der alten Dorfschmiede auch Kurse des Kurszentrums Ballenberg statt. Schauen Sie unseren Schmieden bei ihrem kraftvollen Handwerk über die Schultern.

Regelmässig sitzen Weberinnen am 200-jährigen Webstuhl und lassen die Schiffchen über den Zettel gleiten. Wo gewoben wird, sind auch handgewobene Produkte erhältlich. Zum Beispiel die legendären Znüni- oder Brotsäcke mit Haslitaler Muster oder eben Handtücher und Kirschsteinsäcke aus Leinen.

Hier können Sie testen, ob es Ihnen gelingt, eine Holzkuh zu melken. Binden Sie den Melkstuhl um und arbeiten Sie vorsichtig, nur so wird der Kübel voll.

In der Käserei auf dem Ballenberg herrscht fast täglich Betrieb. Im Haus 1361, der Alpkäserei aus Kandersteg BE, sind nicht nur die verschiedenen Geräte zu sehen, die es zum Käsen braucht, hier kann man auch den Prozess des Käsens 1:1 mitverfolgen.

Ein kleiner Ausschnitt unserer reichen Bergkultur wird hier greifbar. Steigen Sie in Schwinghosen, lernen Sie den Betruf kennen, kleiden Sie sich wie vor 100 Jahren oder transportieren Sie Käse mit dem Räf. Ein Vergnügen für Jung und Alt.

Am Tisch in der alten Wohn- und Schlafstube geht es gesellig zu und her. Setzen Sie sich dazu, Kaffee und Tee steht für Sie bereit.

Die Stampfanlage der Knochenstampfe aus Knonau ZH (692) besteht fast komplett aus Gusseisen. Das Wasserrad dreht eine Welle mit acht Metallarmen. Sie heben die schweren Eisenstössel an, die mit ihrem eigenen Gewicht auf die ausgekochten Knochen fallen. Die Schläge im Sekundentakt zermalmen die ausgekochten Knochen, bis in den Eisentrögen nur noch Mehl bleibt.

Von weitem ist das laute Schnaufen der Säge aus Rafz ZH (691) zu hören. Fast täglich ertönt der gleichmässige Rhythmus, wenn die Säger des Freilichtmuseums Ballenberg die Säge in Betrieb nehmen und nach alter Manier sägen. Ein Spektakel für sich ist der Antrieb. Die Energie liefert ein oberschlächtiges Wasserrad, dabei fliesst das Wasser aus dem Kanal oben auf das Rad, stürzt vorn auf die Radkästen und setzt das Rad in Bewegung. In mehreren Schritten, über riesige Kammräder und Transmissionsriemen wird die Energie bis auf das Sägegatter übertragen.

Der Ballenberg hat viel zu erzählen. Unser Vermittlungspersonal nimmt Sie mit auf einen 1-stündigen Spaziergang durch das Museum. Treffpunkt um 13.30 Uhr neben Gasthaus Degen (731).


In unserem Tagesplan veröffentlichen wir laufend die Aktivitäten der Saison. Der Plan wird monatlich aktualisiert. Schauen Sie also immer mal wieder vorbei.